FEUERWEHR LANDKREIS SCHWANDORF FACHBEREICH INFORMATION UND KOMMUNIKATION BOS-Funk - analog Die Behörden- und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, kurz BOS, verwenden für ihre Kommunikation und Alarmierung derzeit noch analoge Funkgeräte. Im Landkreis Schwandorf ist dazu für die Feuerwehren ein sog. Gleichwellensystem im 4m-Band eingerichtet. Dadurch ist eine flächendeckende Kommunikation und Alarmierung der Feuerwehren mit der jetztigen Feuerwehreinsatzzentrale bei der FF Schwandorf (Florian Schwandorf) bzw. der künftigen Integrierten Leitstelle (Leitstelle Amberg) sichergestellt. Die Abwicklung des Funkverkehrs läuft im Gegensprechenbetrieb. Nach Aufnahme des Notrufs in der FEZ/ILS werden die nach Alarmplan eingeteilten Feuerwehren und Einsatzkräfte über 5- Tonfolgen gezielt zum Einsatz alarmiert. Auf der Internetseite der Feuerwehr Schwandorf (www.ffschwandorf.de) können weitere Informationen zu der in der Leitstelle verwendeten Technik aufgerufen werden. Neben dem Betriebskanal der Feuerwehren (Gleichwelle) betreibt der Landkreis Schwandorf einen weiteren 4m-Band-Kanal für den Katastrophenschutz in der Gleichkanaltechnik. Für die Kommunikation an der Einsatzstelle steht den Feuerwehren im Landkreis ebenfalls noch ein bzw. mehrere Kanäle im 2m-Band zur Verfügung. Hier läuft die Kommunikation im Wechselsprechbetrieb. Zur Schulung der Feuerwehrdienstleistenden bietet der Fachbereich IuK jährlich entsprechende Lehrgänge zum Erwerb des BOS-Sprechfunkzeugnisses an. BOS-Funk - digital Nachdem die Entscheidung von Seiten der Bundesregierung getroffen wurde, dass die deutschen BOS ein neues digitales Funknetz bekommen sollen, wurde für die Organisation und Implementierung dazu eine eigene Behörde geschaffen. Die BDBOS koordiniert gemeinsam mit den Projektgruppen der Bundesländer - in Bayern die DIGINET - den Netzaufbau und die Einführung bei den einzelenen BOS. Dazu wird bundesweit ein neues digitales Funknetz errichtet. Dies hat zur Folge, dass die derzeit vorhandenen analogen Funkmasten alle abgebaut werden können. Derzeit betreiben die Bundesbehörden (Bundespolizei, Zoll, usw.), die Landesbehörden (Polizeien) und die Kreise (Feuerwehren, Katastrophenschutz, THW, Rettungsdienst) getrennt Funknetze. Dies bedeutet eine erhebliche Reduzierung der Antennenstandorte mit Einführung des digitalen Funknetzes. Um die Einführung des digitalen BOS-Funkes bei den Feuerwehren im Landkreis leisten zu können, bietet der Fachbereich IuK - unter der Federführung von Christian Demleitner - entsprechende Unterstützung an. Hierbei zählt auch der Aufbau der Multiplikatorengruppe für die Schulung der Feuerwehrdienstleistenden im Landkreis. Die Frage wann im Landkreis Schwandorf dann digital gefunkt werden kann ist in erster Linie mit abhängig ob die benötigten Maststandorte realisiert werden können. Dazu laufen bereits die ersten Standortertüchtigungsmaßnahmen. Wir gehen davon aus, dass nach Anlaufen der Integrierten Leitstelle Amberg der Leitstellenbereich im Grobraster 2015/2016 digital funken können wird. Nichts desto trotz sind die entsprechenden Vorarbeiten zu leisten und die Feuerwehrdienstleistenden entsprechend vorzubereiten. Für eine gewisse Übergangszeit wird die Alarmierung auch nach Einführung des Digitalfunkes noch im analogen 4m-Band weiterlaufen. Dies ist notwendig, da die benötigten TETRA-Meldeempfänger sich noch in der Erprobung befinden. Im Gegensatz zu den Meldeempfängern haben die Mobil- und Handfunkgeräte bereits den entsprechenden Serienstand.